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Turbulente Zeiten sind gut für die Demokratie – 30. März 2025

Turbulente Zeiten sind gut für die Demokratie – Unsere Demokratie basiert auf der Idee, dass wir selbstbestimmte Individuen sind. Freie Menschen, die den Staat bilden, der sie repräsentiert – und die sich als Individuen freiwillig Regeln auferlegen, um ihre individuelle Freiheit genießen zu können. Die Demokratie expandierte nach dem Urknall von 1989 in schwindelerregender Weise . Gerade die aktuellen turbulenten Zeiten sind gut für die Demokratie. Sie lebt, sie ist lebendiger denn je, sie ist nicht im Sinkflug. Doch Heerscharen von „ Experten " wollen das nicht wahrhaben. Sie leben davon, die Demokratie schlecht zu reden. Das Jammern über den Zustand der Demokratie ist längst eine Waffe, um Andersdenkende mundtot zu machen und so in letzter Konsequenz die Demokratie selbst einzuschränken. Die selbsternannten Retter der Volksherrschaft folgen dabei einem festen Plan. Phase 1: Keine Parlamentsrede und kein Leitartikel kommen ohne die Warnung aus, di...

Quo vadis, Deutschland und Europa? – 10. März 2025

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Quo vadis, Deutschland und Europa? Frieden und Einheit durch wirtschaftliche Kooperation: Die Idee des damaligen französischen Außenministers Robert Schuman ist 75 Jahre alt und heute aktueller denn je. Robert Schuman, damals französischer Außenminister, legte mit seiner Rede am 9. Mai 1950 den Grundstein für die wirtschaftliche Zusammenarbeit in Europa, die Kriege in Europa – der zweite Weltkrieg lag gerade erst fünf Jahre zurück – verhindern und Wohlstand fördern sollte. Heute zählt die EU 27 Mitgliedstaaten, 20 davon teilen eine gemeinsame Währung. Doch eine EU der 27 birgt auch Konflikte. Fragen zu Verteidigung, Migration, Bürokratie, sozialer Ungerechtigkeit, Demokratiedefizit oder mangelnder Handlungsfähigkeit sind einige von vielen Problemen, die die EU und Deutschland angehen muss. Grund genug, die aktuelle Entwicklung genauer zu betrachten: Quo vadis, Deutschland und Europa? (Wohin gehst du?) Wer nicht den Kopf in den Sand steckt, sieht, dass Europa...

Senioren sollen weichen – 28. Februar 2025

Senioren sollen weichen - Senioren haben häufig viel mehr Wohnraum als Jüngere. Mit Blick auf die Wohnungsnot in Folge der Massenzuwanderung kommen immer wieder Vorschläge aus der Politik, etwa einen Wohnungstausch von Senioren und jungen Familien im Mietrecht zu verankern. Wer nach den Stürmen eines ganzen Lebens auf seine Erinnerungen zurückschaut, der findet in ihnen besonderen Halt und eine Geborgenheit des Alters. Das gilt umso mehr, je schwerer es für ältere Menschen wird, innerlich beisammen zu bleiben, bei sich zu bleiben, nicht schwermütig zu werden und dem Ausklang des Lebens mit Gelassenheit oder wenigstens einem Quantum Fatalismus entgegenzutreten. Die Bundesregierung hatte schon vor vielen Jahren die Bekämpfung der Einsamkeit im Alter auf ihre Agenda gestellt. Leider ist ihr nicht viel mehr eingefallen, als ein paar Millionen Euro in woke Mehrgenerationenprojekte zu investieren . Um die Einsamkeit einzudämmen, müsste der Staat wieder die Familie ...

Geschichte wiederholt sich doch – 15. Februar 2025

Geschichte wiederholt sich doch – Der Fehler der Anti-AfD-Kampagnen dieser Wochen kommt von den Scherben der Woche davor. Die demokratische Mitte hat sich blamiert, schon deshalb, weil sich in der Sache nichts bewegt hat und ein rauer, oft niederträchtiger Ton im Bundestag die bürgerlichen Gebote von Maß und Mitte verletzte. Warum das wichtig ist: Weil man denjenigen, die man als Extremisten bekämpft, mit Methoden bekämpft, die man den anderen vorwirft. Die Woche hinterließ zwei große Verlierer, von denen der eine glaubt, er sei ein Gewinner. Friedrich Merz ist hier nicht gemeint, denn seine Niederlage deutete sich nach der Intervention von Frau Merkel bereits an. Er hat gewagt und nicht gewonnen. Zu besichtigen war ein Führer, der die eigenen Truppen geräuschvoll im Kreis geführt hatte. Friedrich Merz kam als Stier ins Plenum gerannt und kehrte als Ochse ins Sauerland zurück. Die SPD und ihr Kanzler fühlen sich als Siegerin, weil es ihnen gelang, landeswei...

Der Menschenschwund in Russland – 31. Januar 2025

Der Menschenschwund in Russland und weltweit – In der Welt von morgen wird Russland ein territorialer Riese und ein demografischer Zwerg sein. Der Menschenschwund in Russland ist ein Albtraum für Wladimir Putin. Die Hauptursachen der Misere: Alkoholismus, Kriminalität und vor allem die mangelhafte medizinische Versorgung. Dazu kommt der Krieg gegen die Ukraine. Der Konflikt hat nicht nur zu zahlreichen Kriegstoten geführt, sondern auch zur Flucht vor dem Krieg von ca. 0,8 Mio. Menschen. Die Gesamtbevölkerung in Russland hat im Jahr 2023 geschätzt rund 145,4 Mio. Einwohner betragen. Für das Jahr 2024 wird die Gesamtbevölkerung in Russland auf rund 144,8 Mio. Einwohner prognostiziert. Laut Prognosen der UN soll die Gesamtbevölkerung bis 2050 kontinuierlich sinken und im Jahr 2050 geschätzt rund 136,1 Mio. Einwohner betragen, was einen gesamtheitlichen Rückgang um rund 9 , 3 Mio. Einwohner seit 2023 bedeuten würde. Die Lebenserwartung ist leicht gestiegen, liegt...