Erst Masseneinbürgerung, dann Familiennachzug – am 15. August 2026
Erst Masseneinbürgerung, dann Familiennachzug – ab 2027 auch für Ukrainer - Der Nachzug zu Neubürgern verschwindet aus der Statistik
Mit über 300.000 Einbürgerungen wurden im vergangenen Jahr so viele Ausländer deutsche Staatsbürger wie noch nie. Die SPD feiert das. Für den Innenpolitiker Hakan Demir ist jede neue Staatsbürgerschaft ein „positives Signal“: Menschen arbeiteten hier, sprächen die Sprache und seien „angekommen“.
Dieser Optimismus dürfte in vielen Fällen unangebracht sein. In dem formalisierten Einbürgerungsverfahren ist es nur schwer möglich, Menschen auszusondern, die sich mit den Werteentscheidungen der deutschen Verfassung nicht oder nur unzureichend identifizieren. Vielfach findet noch nicht einmal ein persönliches Vorsprechen statt.
Integration bedeutet aber weit mehr, als sozialversicherungspflichtige Arbeit und Sprachkenntnisse auf mittlerem Niveau nachweisen zu können. Sie bedeutet vor allem Identifikation mit den Werten der Verfassung: Gleichberechtigung, Rechtsstaatlichkeit, Meinungsfreiheit.
Aber auch jenseits der Verfassung gibt es einen Wertekonsens, der die deutsche Gesellschaft aus geschichtlicher Verantwortung heraus prägt, etwa die Ächtung von Antisemitismus.
Antisemitismus ist vielfach akzeptiert
Gerade hier zeigen sich jedoch massive Defizite. Die antisemitischen Demonstrationen nach dem Hamas-Massaker vom 7. Okt. 2024 haben gezeigt, dass Antisemitismus in weiten Teilen migrantischer Milieus aktiv praktiziert wird. Stellvertretend dafür steht jener Neubürger aus Syrien, der in den sozialen Netzwerken kurz nach seiner Einbürgerung die Hamas feierte. Er verlor den Pass zu Recht. Aber wer weiß schon, wie viele andere genau gleich denken, nur schlau genug sind, ihre Ansichten in der Öffentlichkeit zu verbergen.
Natürlich darf man Menschen nicht pauschal verurteilen. Aber ebenso falsch wäre es, den importierten Antisemitismus zu leugnen. Zahlreiche Studien zeigen seit Jahren, dass antisemitische Einstellungen unter muslimischen Gruppen deutlich stärker verbreitet sind als in der Gesamtbevölkerung.
Trotzdem hält die SPD unbeirrt an einer Politik fest, die Einbürgerungen beschleunigt. Sie sieht darin schließlich eine der wichtigsten Errungenschaften der Kanzlerschaft von Olaf Scholz. Es geht ihr aber um weit mehr als technische oder wirtschaftliche Fragen.
Für die SPD ist Zuwanderung ein Selbstzweck, um die Deutschen von sich selbst zu heilen. Die SPD-Chefin Bärbel Bas äußerte sich jüngst unumwunden so. Sie begrüßte Zuwanderung als Beitrag zur Vielfalt und stellte dem ein „Einheitsgrau“ oder gar „-braun“ entgegen. Dass sich viele Deutsche dadurch beleidigt fühlten, kann nicht verwundern.
Mit der Reform des Staatsangehörigkeitsrechts hat die SPD-geführte Ampelregierung 2024 die Hürden für die Einbürgerung massiv gesenkt. Statt nach acht Jahren kann der deutsche Pass seither bereits nach fünf Jahren vergeben werden. Hinzu kam die Beibehaltung weiterer Staatsbürgerschaften. Die Koalition von Kanzler Merz hat die sogenannte Turbo-Einbürgerung nach drei Jahren richtigerweise wieder rückgängig gemacht. Zu mehr Korrekturen waren die Sozialdemokraten aber nicht bereit.
Dass die Zahl der Einbürgerungen massiv zunimmt, liegt dabei nicht nur an verkürzten Fristen, sondern in erster Linie daran, dass immer mehr Asylbewerber die Voraussetzungen erfüllen. Syrer führen seit Jahren die Statistiken an.
Asylbewerber sollten nicht eingebürgert werden
Das unterstützenswerte Ziel von Kanzler Merz, 80 Prozent der Syrer zurückzuführen, relativiert sich von daher. Mit jedem Jahr nimmt die Zahl derjenigen ab, die dafür überhaupt infrage kommen. Im kommenden Jahr dürften zudem Ukrainer in großer Zahl hinzukommen, die seit 2022 in Deutschland Zuflucht gefunden haben.
Es wäre deshalb richtig, wenigstens ein Einbürgerungsmoratorium für ehemalige Asylbewerber zu verhängen. Sie sollten eigentlich grundsätzlich vom Erwerb der deutschen Staatsbürgerschaft ausgeschlossen bleiben. Schließlich kamen sie als Schutzsuchende nach Deutschland. Mit dem Wegfall des Schutzgrunds sollten sie das Land wieder verlassen müssen. Dass die Praxis dem entgegensteht, ändert nichts daran, dass es in der Theorie richtig bleibt.
Wenigstens aber sollte die Regierungskoalition dem CDU-Innenpolitiker Alexander Throm folgen. Er schlug angesichts der neuen Zahlen vor, dass Einbürgerungen erst wieder nach acht Jahren und nicht direkt aus einem Schutzstatus heraus erfolgen können. Zunächst müsse sich ein Ausländer eine Niederlassungserlaubnis erarbeiten. Das würde einen signifikanten Aufschub von fünf zusätzlichen Jahren bedeuten.
Gerade bei der Staatsbürgerschaft darf der liberale Staat nicht experimentieren. Er lebt nicht von Vielfalt, sondern von gemeinsamen Überzeugungen. Erodieren diese, bekommt jeder demokratische Staat ein Problem.
Den Deutschen bleibt derweil nichts anderes übrig, als darauf zu vertrauen, dass die Einbürgerungsbehörden wissen, was sie tun. Das ist eigentlich ein frommer Wunsch, über den aber kaum noch gesprochen wird. Die Deutschen scheinen sich damit abgefunden zu haben.
Der Nachzug zu Neubürgern verschwindet aus der Statistik
Die Aussetzung des Familiennachzugs für subsidiär Schutzberechtigte wird als Migrationswende gefeiert. Doch parallel steigen die Einbürgerungen auf Rekordniveau – und damit öffnet sich ein anderer, statistisch unsichtbarer Kanal. Wer den deutschen Pass erhält, kann Angehörige unter erleichterten Bedingungen nachholen.
Die Herkunft als ehemaliger Flüchtling verschwindet aus den Zahlen. Ab 2027 droht durch ukrainische Geflüchtete der nächste Schub. Die Statistik zeigt nur „Nachzug zu Deutschen“. Was sie nicht zeigt, ist weitaus interessanter.
Von Januar bis Mai 2026 hat das Auswärtige Amt bereits 43.739 Visa zum Familiennachzug erteilt. Davon gingen 8.000 – knapp zwanzig Prozent – an Ehepartner deutscher Staatsbürger, der Rest an Angehörige von Ausländern. Die Zahlen stammen aus der Antwort der Bundesregierung auf die AfD-Anfrage (BT-Drucksache 21/6879).
Was die Zahlen nicht zeigen, ist weitaus interessanter. Denn der Nachzug zu Deutschen enthält eine Teilmenge, die in den Migrationsstatistiken systematisch verschwindet: den Nachzug zu Eingebürgerten! Wer als Syrer, Afghane oder Türke nach fünf oder acht Jahren die deutsche Staatsangehörigkeit erhält, hört auf, in den Kategorien „Schutzberechtigter“ oder „Flüchtling“ zu existieren. Ab diesem Moment läuft der Familiennachzug unter der Überschrift „zu deutschen Staatsangehörigen“.
Die Herkunft der quasi einladenden Familiennachzugsperson – ganz gleich, ob sie 2015 als Asylbewerber kam – wird nicht mehr erfasst. Das Ausländerzentralregister speichert nur Ausländer. Nach der Einbürgerung ist die Person deutsch, und damit endet die statistische Nachverfolgbarkeit.
Das ist im Übrigen auch keine Verschwörungstheorie, sondern eine bürokratische Tatsache. Die Bundesregierung hat das im März 2026 (BT-Drucksache 21/4214) auf eine konkrete Anfrage hin ausdrücklich bestätigt: Eine Auswertung, ob und in welchem Umfang ehemalige Schutzberechtigte nach ihrer Einbürgerung Angehörige nachholen, findet nicht statt! Man dürfe und wolle nach dem Erwerb der Staatsangehörigkeit nicht mehr unterscheiden. Gleichbehandlung. Punkt.
Gleichzeitig steigen die Einbürgerungszahlen seit Jahren stark. 2025 lag die Zahl nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamts bei 332.500 – ein neuer Höchststand! Und um es noch bildlicher zu machen: Das sind die Einwohner von Koblenz, Trier oder Gütersloh zusammengenommen.
Wenn eine nachkommende Familie im Schnitt aus 3 Personen (1 Mutter, 2 Kinder) besteht, kommen pro 100.000 Neubürger eine Zahl von 300.000 Familienangehörigen hinzu. Für alle muss Bildung, Gesundheit, Unterhaltssicherung, Wohnraum usw. bereitgestellt werden. Und das Jahr für Jahr. Zahlen, die jedes Maß überschreiten. Sie sind schlicht ökonomisch und versorgungstechnisch nicht leistbar. Aber Ideologen tangieren solche Zahlen ja allenfalls peripher.
Syrer bildeten weiterhin die größte Gruppe. Viele von ihnen kamen zwischen 2014 und 2016. Die von der Ampelregierung verkürzte gesetzliche Wartezeit ist jetzt abgelaufen. Was danach passiert, bleibt in der öffentlichen Statistik weitgehend unsichtbar.
Die politische Wirkung ist vorhersehbar. Die Aussetzung des Familiennachzugs für subsidiär Schutzberechtigte seit Juli 2025 wird als „Migrationswende“ verkauft. In den Zahlen zum Nachzug zu Schutzberechtigten zeigt sich tatsächlich ein Rückgang. Doch der Kanal über die Einbürgerung bleibt offen und wächst mit der Zahl derjenigen, die den deutschen Pass erhalten. Der Nachzug zu Deutschen ist rechtlich privilegiert: Lebensunterhaltssicherung und Wohnraumnachweis spielen eine geringere Rolle. Die Hürden sind niedriger als bei vielen anderen Titeln.
Für die Aufenthaltszeiten der Syrer, Afghanen und auch Ukrainer ist es zudem bereits irrelevant, dass die Merz-Regierung die 3-Jahre-Einbürgerungen der Ampel wieder aufgehoben hat. Wer wirklich einen Effekt will, muss nicht nur zu acht Jahren zurückkehren, sondern Einbürgerungen von Asylanten oder Geduldeten, die in ihr Heimatland zurückkehren können gänzlich aussetzen.
In den etablierten Medien wird diese Verschiebung selten klar benannt. Man berichtet über die Visa-Gesamtzahlen, über Härtefälle und über die Aussetzung. Die Frage, welcher Anteil des Nachzugs zu Deutschen aus der früheren Fluchtmigration stammt, bleibt weitgehend ungestellt Auch in den kritischeren Medien wird der Punkt zwar gelegentlich gestreift, aber selten systematisch durchgerechnet. Die Zahlen sind da. Die Lücke auch. Konsequenzen bleiben aus.
Was hier passiert, ist keine große Täuschung, sondern etwas Alltäglicheres und deshalb Wirkungsvolleres: eine strukturelle Unsichtbarkeit! Oder zugespitzt: Eine Verschleierung des Familiennachzugs von Verschleierten.
Die Zuwanderung über den Familiennachzug setzt sich fort, nur unter einem anderen Label. Die Statistik zeigt weiterhin „Nachzug zu Deutschen“. Sie zeigt nicht, dass ein wachsender Teil dieser Deutschen vor wenigen Jahren noch unter ganz andere Kategorien fiel. Wer die Zahlen ernst nimmt, muss diese Teilmenge mitdenken. Wer sie ignoriert, redet über eine Migrationsentwicklung, die so nicht stattfindet.
Erwartungsgemäß gibt es keine offizielle Langfristprognose des Statistischen Bundesamts. Die verfügbaren Zahlen und Einschätzungen aus Behörden und Kommunen deuten jedoch gefährlich darauf hin, dass das hohe Niveau zunächst anhält und in Teilen weiter steigen wird!
Und um den fortschreitenden Wahnsinn in Zahlen zu benennen: 2025 wurden erstmals auch die Antragszahlen systematisch erfasst: 467.400 Einbürgerungsanträge gingen ein – deutlich mehr als die 332.500 vollzogenen Einbürgerungen. Noch eine Zahl: Etwa 90% der erledigten Verfahren endeten mit einer Einbürgerung.
Bei den Syrern aus der 2015/16-Kohorte ist der Höhepunkt vermutlich überschritten – ihre Einbürgerungszahl sank 2025 bereits um 21%. Gleichzeitig laufen aber weiterhin Anträge aus späteren Jahrgängen und aus anderen Herkunftsländern. Das ausgeschöpfte Einbürgerungspotenzial (bezogen auf die seit mindestens sieben bzw. zehn Jahren hier lebende ausländische Bevölkerung) lag 2025 bei gerade einmal 3,97 bzw. 5,51%. Damit ist das Potenzial gigantisch!
Entwarnung kann nicht gegeben werden. Im Gegenteil: Eigentlich müssten die Sirenen losgehen, wenn man diese Masseneinbürgerungen nicht befürwortet. Denn deutlich größer wird der nächste Schub voraussichtlich ab 2027. Dann erreichen die ersten größeren Gruppen ukrainischer Geflüchteter, die ab Februar 2022 kamen, die fünfjährige Voraufenthaltszeit.
Kommunen und der Deutsche Städtetag rechnen bereits mit einem „erneuten sprunghaften Anstieg“ der Antragszahlen und warnen vor einer dauerhaften Überlastung der Einbürgerungsbehörden. Ca. 1,3 Mio. Ukrainer leben in Deutschland. Viele von ihnen könnten den Pass anstreben, sobald der kollektive Schutzstatus ausläuft und die Frist greift. Ab 2027 dürfte der ukrainische Anteil den syrischen als größten Treiber ablösen.
Fazit: Und um zum Eingangsthema zurückzukehren: Jede weitere Einbürgerung vergrößert zugleich den Kreis derjenigen, zu denen künftig unter den erleichterten Regeln für Deutsche Familiennachzug möglich ist – und die in den klassischen Schutz- und Fluchtstatistiken nicht mehr auftauchen.
Die Masseneinbürgerungen zeigen, wie „einfach“ die deutsche Staatsangehörigkeit erreichbar ist. Die von schwarz-rot-grün gewollten Pull Effekte werden die Zuwanderungsströme weiter ansteigen lassen. Die ethnische Zusammensetzung der Bevölkerung wird sich noch stärker verändern. Das Gemeinwesen Deutschland wird immer mehr muslimischer und afrikanischer und damit weniger europäisch.
Somit haben immer mehr Menschen in Deutschland einen „Migrationshintergrund". Doch das von schwarz-rot-grün betriebene tatsächliche Ausmaß dieses Bevölkerungsaustausches ist noch weitaus gravierender. Die Deutschen werden in wenigen Jahren endgültig zur Minderheit im eigenen Land. Bei den Neugeburten sind sie es schon ab 2031.
Die meisten Zuwanderer wollen nach Deutschland, weil es mit Hilfe der „guten Menschen“ und schwarz-rot-grün möglich ist, hineinzukommen. Sind sie einmal hier, bekommen sie ab Tag 1 sofort die vollen Sozialleistungen. Und sie wollen für sich an Vorteilen herausholen, was sich herausholen lässt. Sobald ihre Zahl es hergibt, werden sie die Regeln bestimmen. Diese „Eroberungsmigration“ ist längst zu einer Waffe gegen das dumme, schwache Deutschland und Europa geworden, von der viele Zuwanderer und ausländische Regierungen regen Gebrauch machen.
Die Weisheit „Gefahr erkannt, Gefahr gebannt", gilt in Deutschland schon lange nicht mehr – dafür umso mehr ein anderes altes Sprichwort:
„Man erntet, was man sät.“
Oder, „Die dümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber." Lebensweisheit
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