Das Märchen vom Fachkräfte-Import – am 30. Juni 2026


Das Märchen vom Fachkräfte-Import

Jeder weiß, dass die gegenwärtige Art der illegalen Zuwanderung Deutschland kaum Fachkräfte bringt, sondern durch die zusätzlichen Probleme im deutschen Alltag, wirkliche ausländische Fachkräfte eher abschreckt. Doch warum wird immer noch dieses deutsche Fachkräfte-Märchen erzählt?

Drei Viertel der in Deutschland lebenden Syrer und Afghanen im Alter von 25 bis 34 Jahren haben keinen anerkannten beruflichen Abschluss. Konkret: Im Jahr 2025 waren dies 74,5% der Syrer, bei den Afghanen waren es 72,1%. Bei jungen Menschen aus Somalia lag die Quote bei 85,8%. Der Anteil der Deutschen ohne beruflichen Abschluss lag in dieser Altersgruppe mit 13,9% vergleichsweise niedrig. Insgesamt hatten mehr als eine Mio. Menschen aus dem Ausland in der entsprechenden Altersgruppe keinen beruflichen Abschluss, das entsprach einer Quote von 42,1%.

All dies geht aus Daten des Mikrozensus hervor, die das Bundesbildungsministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) zur Verfügung stellte. Dazu bedurfte es einer Anfrage der AfD-Bundestagsfraktion vom 30. April 2026 an die Bundesregierung unter dem Titel „Beschäftigung nach Nationalität seit 2024“. Die Antwort der Bundesregierung erfolgte am 1. Juni 2026.

Der arbeitspolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, René Springer, sagte zu den übermittelten Daten gegenüber der Welt am Sonntag vom 20. Juni 2026: „Wir lösen den Fachkräftemangel nicht durch die massenhafte Einwanderung eines Bildungsprekariats.“

Eine BMBFSFJ-Sprecherin entgegnete in der „Welt“: Zu berücksichtigen sei auch, dass es in Syrien und Afghanistan kein Berufsbildungssystem gebe, das mit dem deutschen vergleichbar sei. „Viele handwerkliche, technische und kaufmännische Berufe werden zum Teil ohne formale Ausbildung ausgeübt.“ Die im Mikrozensus dargestellten fehlenden formalen Abschlüsse seien daher nicht mit fehlenden Kompetenzen gleichzusetzen. Renommierte Forscher sehen das seit mindestens einem Jahrzehnt anders.

Zu den Mikrozensus-Daten des BMBFSFJ passt der „Malteser Migrationsbericht 2025“ des Walter-Eucken-Instituts unter Leitung des Freiburger Ökonomen Lars Feld. Der Bericht, der im September 2025 bereits zum fünften Mal erschien, belegt: 74% der Menschen ohne Schulabschluss im Jahr 2023 hatten einen Migrationshintergrund. 2023 gab es insgesamt 56.000 Schüler ohne Schulabschluss; 2025 waren es bereits 64.000.

Wie das Märchen um „Bereicherung“ begann

Gemeinhin gilt multikulturelle Zuwanderung als kulturelle Bereicherung, als demografischer Schub und als ökonomische Wachstumsspritze. Nach der totalen Merkel‘schen (CDU) Grenzöffnung vom Spätsommer 2015 griff dieses Narrativ mehr und mehr um sich. Bis hin zu führenden Politikern und allbekannten Professoren dominierten naive Betrachtungen.

Aus dem Munde des damaligen Präsidenten des Europäischen Parlaments Martin Schulz (SPD) hörte man: „Was die Flüchtlinge zu uns bringen, ist wertvoller als Gold.“ Das sagte er im Juni bei seiner Heidelberger Hochschulrede im Juni 2016. Der damalige Daimler-Chef Dieter Zetsche meinte angesichts Hunderttausender „Geflüchteter“ im September 2015 in der „Bild am Sonntag“: „Genau solche Leute suchen wir doch.“ Die damalige „grüne“ Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt war noch mehr begeistert: „Wir kriegen jetzt plötzlich Menschen geschenkt.“ Das sagte sie am 8. November 2015 bei der EKD-Synode in Bremen.

Der damalige Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) meinte am 10. Juni 2016 in der „Zeit“ gar: „Die Abschottung ist doch das, was uns kaputt machen würde, was uns in Inzucht degenerieren ließe.“ Der zweite Mann im Staate verglich ein Land mit 83 Mio. mit einer hermetisch abgeschlossenen, inzestuösen Bergdorfenklave!

Professoral klang es so: Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, meinte im März 2016 im Evangelischen Pressedienst (epd): „Viele der Geflüchteten werden die Renten der Babyboomer zahlen.“ Allerdings widersprach er sich einen Atemzug später selbst, indem er sagte: Etwa ein Viertel der Geflüchteten sei gut qualifiziert. Und die anderen 75%? Zahlen die auch in die Rentenkasse der Boomer ein?

Bei den „Neu-Ankömmlingen“ sollte man doch „unterstellen“, dass die nach Deutschland Geflüchteten auch wegen dieses „Arbeitsethos“ (das typisch deutsche, meinen die Autoren) und der mit ihm verbundenen Chance, relativen Wohlstand zu erlangen und ein abgesichertes Leben zu führen, nach Deutschland gekommen seien. So äußerte sich das Historikerehepaar Herfried Münkler/Marina Münkler 2017 in seinem Buch: „Die neuen Deutschen. Ein Land vor seiner Zukunft.“

Wie das Märchen um Bereicherung schon früh zerpflückt wurde

Der Demografieforscher Gunnar Heinsohn († 2023) hat die Testleistungen der Testanden bei Pisa 2018 mit und ohne Migrationshintergrund ausgewertet. Danach weisen Migrantenkinder der zweiten Generation in Kanada, den USA und Australien gleich gute oder sogar leicht bessere Pisa-Ergebnisse aus als „Alteingesessene“. In
Deutschland ist es anders, hier fallen „frisch“ Zugewanderte hinter das Niveau der „Alteingesessenen“ zurück. Das heißt: Die Schulpolitik kann nicht ausgleichen, was eine naive Zuwanderungspolitik den Schulen – und allen Schülern! – zumutet.

Bereicherung? Man darf sich nicht täuschen lassen von dem angeblich hohen Bildungsniveau von Zuwanderern. Das ifo-Institut der Universität München war von Anfang an ganz realistisch: „Der Rückstand der jungen Syrer entspricht vier bis fünf
Jahren Schulbildung.“ Das heißt: Sie bewegen sich auf Grundschulniveau. Hans Werner Sinn, ifo-Chef bis Dezember 2015, konkretisierte dies. Bei seiner Abschiedsvorlesung in München sagte er: „65% der Bevölkerung in Syrien können die Grundrechenarten nicht.“

Aber über eine womöglich unterschiedliche kognitive BegabungZuwandernder“ darf man nicht nachdenken geschweige denn darüber reden.

Frage: Warum ist z. B. Finnland ein nahezu perfekt funktionierender Staat? Die Antwort: Weil Finnland voller Finnen ist. Es geht um kognitive Fähigkeiten – Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Erinnerung, Problemlösungs­- und Planungsfähigkeit, Kreativität, Wille, Glaube und andere Fähigkeiten.

Ingenieure auf Realschulniveau“?

Zwei deutsche Psychologen sind dieser Frage im Zusammenhang mit der Zuwanderung nach Deutschland nachgegangen. Professor Dr. Bruno Klauk (Hochschule Harz in Wernigerode) kam 2020 in einem Aufsatz für die Fachzeitschrift „Wirtschaftspsychologie“ mit dem Thema „Intelligenzdiagnostik bei überwiegend Nicht-EU-Migrantinnen und -Migranten. Ergebnisse einer empirischen Studie mit einem kulturfairen Messverfahren“ zu dem Ergebnis: Testanden, darunter 44,4% aus Syrien, zeigten Testergebnisse, die im Durchschnitt dem Niveau von in Deutschland getesteten Hauptschülern entsprechen (also bei einem IQ von rund 90).

Im Durchschnitt erzielten die 505 Getesteten das Niveau von deutschen Hauptschülern. Zusammenhänge fanden sich allerdings zwischen der Testleistung und der Weltregion, aus der jemand zugewandert ist, ferner dem Beruf im Heimatland. Vier Mitherausgeber der „Wirtschaftspsychologie“ sind deswegen zurückgetreten. Sie meinten, in Klauks Studie rechtspopulistische Ambitionen zu sehen. Klauk verfolgt solche Forschungen mittlerweile nicht mehr; er will sich die damit verbundenen Anfeindungen nicht mehr antun. „Wissenschaftsfreiheit“ in Deutschland eben!

Prof. Dr. Reiner Rindermann (TU Dresden) stellte in einem Beitrag mit der Überschrift „Ingenieure auf Realschulniveau“ 2015 mit Blick auf das Bildungsniveau von Migranten aus Südosteuropa, Vorderasien und Afrika fest, dass die Resultate dieser Länder um mehr als 110 Punkte (auf einer Skala mit Durchschnitt 500) hinter Ländern wie Deutschland und den USA zurücklägen, was ca. drei Schuljahren Kompetenzunterschied entspräche. Zudem verwies Rindermann in dem Artikel auf eine Studie. Demnach wiesen Asylbewerber mit Universitätsstudium einen Durchschnitts-IQ von 93 auf. An anderer Stelle kommt Rindermann zu dem Ergebnis: Entwicklungsländer erzielen in internationalen Tests zur kognitiven Leistungsfähigkeit tendenziell schwache Ergebnisse. Ihre Leistungen liegen typischerweise ein bis zwei Standardabweichungen unter den Durchschnittswerten westlicher Länder.

Fazit: Nietzsche und Schopenhauer behalten erneut Recht. „Denn so ist der Mensch! Ein Glaubenssatz könnte ihm tausendfach widerlegt sein - gesetzt, er hätte ihn nötig, so würde er ihn immer wieder für wahr halten" (Nietzsche). „Was dem Herzen widerstrebt, lässt der Kopf nicht ein.“ (Schopenhauer). Die Folge? Missstände haben ein sehr langes Leben.

Dies sind nur einige gut sichtbare Folgen mangelnder Assimilation, es sind in Wirklichkeit alle gesellschaftlichen Teilsysteme betroffen: Sozialversicherungen und sozialstaatliche Einrichtungen, Institutionen wie Schulen, Vereine und Betriebe, öffentliche Infrastruktur wie Verkehrssysteme, Schwimmbäder und Parkanlagen, das Gesundheitssystem, die Ordnungskräfte, die Rechtsprechung, das Steuersystem, das politische System – denn alle diese Systeme und noch viele andere funktionieren nur, wenn deren Nutzer sich in ihrem Verhalten durch gemeinsame Normen und Werte leiten lassen.

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