Wenn der Blackout in Deutschland kommt – am 31. Januar 2026


Wenn der Blackout in Deutschland kommt –
 
Ein Blackout trifft moderne Gesellschaften schneller, als viele glauben. Der Ausfall in Spanien und Portugal Anfang 2025 oder in Teilen von Berlin im Januar 2026 zeigte, wie rasch Verkehr, Zahlungssysteme und Kommunikation kollabieren. Alle spüren die Folgen sofort: Energie wird zum strategischen Faktor, der über Kosten, Produktion und Wettbewerbsfähigkeit entscheidet. Doch trotz stabiler Versorgung bleiben Risiken, von der Dunkelflaute bis zum Netzengpass. Dies zwingt Alle, ihre Energiearchitektur neu zu denken.

Blackout: Stillstand im Alltag

Wenn der Blackout kommt, wird es still und leise. Plötzlich gehen die Lichter aus, elektrische Türen reagieren nicht mehr, Aufzüge bleiben stecken, Bahnen und Trams bleiben stehen, die Ampeln werden dunkel, Geldautomaten und elektronische Bezahlsysteme geben den Geist auf. Die Kühlkette versagt, Kommunikationsnetzwerke brechen ein, weil Router und Modems keinen Strom haben und Mobilfunkmasten nur wenige Stunden Pufferkapazität besitzen. Selbst wenn dies nur wenige Stunden dauert, wäre eine gewisse Unruhe sicherlich die Folge, es würde also nicht allzu leise bleiben. Schließlich ist unser komfortabler Alltag zu großen Teilen um die Verfügbarkeit von Elektrizität herum strukturiert, und unsere Abhängigkeit vom Strom zwar vollkommen klar, aber bestimmt ein Schock, wenn sie plötzlich so heftig ins Bewusstsein rückt.

Und wie gut ist diese Infrastruktur geschützt, vor Netzinstabilitäten, Sabotage und Cyberangriffen? Schon ein kurzer Blackout dürfte eindrücklich demonstrieren, wie fragil unsere hocheffiziente Gesellschaft in ihrer Alltagsfunktionalität ist. Immerhin würden Krankenhäuser und andere kritische Infrastrukturen länger durchhalten, sie verfügen über Speicherkapazitäten und Dieselgeneratoren. Doch was geschähe bei einem längeren Blackout, der mehrere Tage oder gar Wochen andauert? Den Teufel an die Wand schreibt Marc Elsberg in seinem Roman „Blackout - Morgen ist es zu spät". Vielleicht wird das Szenario in der Story dramaturgisch etwas überzeichnet, aber dennoch sollten sich Alle mal fragen, wie gut sie auf einen großflächigen Stromausfall vorbereitet sind. Genügend Wasser, Nahrung, Bargeld, warme Kleidung und ein Kurbelradio werden häufig empfohlen. Generell könnte es von Vorteil sein, sich auf unsichere Energieversorgung vorzubereiten.

Der staatliche Gas-Konzern Uniper hält die Versorgungssicherheit mit Erdgas in Deutschland aktuell für „nicht garantiert". Der Füllstand der Speicher liegt nur noch bei 37% und kalte Tage stehen bevor. Schon im Februar könnte so wenig Gas verfügbar sein, dass die Industrie ihre Produktion drosseln muss – entweder weil Gas zu kaufen unwirtschaftlich teuer wird oder weil die Bundesregierung zum Schutz privater Haushalte Abschaltungen anordnet. Wohnungen heizen zu können, ist rechtlich besonders geschützt, ebenso die Versorgung von medizinischen Einrichtungen. Neue Gaslieferungen landen nicht in Speichern, sondern werden direkt verbraucht. Auch der Preis steigt.

Beispiel Iberische Halbinsel: Ausfall im Frühjahr 2025

Wie sich ein Blackout anfühlt und welche Dynamik er entwickeln kann, zeigt deutlich der großflächige Ausfall auf der Iberischen Halbinsel Ende April 2025. Ganze Regionen versanken im Dunkeln, der komplette Bahn- und Metroverkehr kam zum Stillstand, Ampeln und Straßenbeleuchtung funktionierten nicht mehr. Menschen saßen in Aufzügen fest, Flughäfen mussten den Betrieb einschränken, Internet- und Mobilfunknetze brachen zusammen. Banken und Zahlungssysteme standen still, Kartenzahlungen waren unmöglich, Geldautomaten aus.

Krankenhäuser arbeiteten sofort mit Notstrom weiter, mussten aber nicht lebenswichtige Bereiche herunterfahren. Erst am Abend gelang die schrittweise Wiederherstellung der Versorgung; in vielen Regionen dauerte es bis zum nächsten Morgen, bis das Netz wieder über neunzig Prozent stabilisiert war. Experten erklärten später, die Ursache sei eine Kombination aus zeitgleichen Kraftwerksausfällen und strukturellen Schwächen im Netz gewesen, die eine unkontrollierbare Kettenreaktion ausgelöst hätten. Dieser Vorfall hat gezeigt, wie verwundbar moderne Gesellschaften sind. Ein Blackout legt innerhalb weniger Minuten nahezu alles lahm, was das tägliche Leben am Laufen hält – Versorgung, Mobilität, Kommunikation und Handel. Und er verdeutlicht, wie anfällig selbst hochentwickelte Netze sein können, wenn mehrere Störungen gleichzeitig eintreten.

Energie: unersetzliche Ressource für Alle

Unternehmen benötigen verlässliche Energie, um Produktionsprozesse zu sichern, Kosten zu kalkulieren und Investitionsentscheidungen zu treffen. Unsichere Energieversorgung verkürzt Planungshorizonte, macht Betriebskosten volatiler und kann Wettbewerbsfähigkeit und Lieferfähigkeit bedrohen. Für energieintensive oder exportorientierte Firmen ist Energie daher längst ein strategisches Asset. Deutschland verfügt über mehrere hundert Gigawatt installierter Erzeugungskapazität. Laut Bundesnetzagentur ist die Versorgung bis mindestens 2035 grundsätzlich gewährleistet – vorausgesetzt, Netze, Speicher und steuerbare Kapazitäten werden ausgebaut. Im Jahr 2024 stammten über 60% des produzierten Stroms aus erneuerbaren Energien. Gleichzeitig decken fossile Brennstoffe und Gas weiterhin den Großteil des Bedarfs, überwiegend importiert. Speicher und Netze existieren, stoßen regional jedoch an Kapazitätsgrenzen. Die Importabhängigkeit bleibt Realität. Deutschland bezieht rund 95% seines Erdgasbedarfs aus dem Ausland. LNG-Terminals, Speicher und diversifizierte Lieferwege sind daher strategisch entscheidend. Offizielle Stellen bewerten die Versorgung als grundsätzlich stabil, weisen jedoch auf Risiken durch Dunkelflauten, extreme Wetterlagen oder geopolitische Ereignisse hin.

Wetterabhängigkeit und Dunkelflauten

Erneuerbare Energien liefern nicht konstant. Dunkelflauten – in denen Wind- und Solarstrom über Wochen niedrig ausfallen – bedrohen die Versorgung. Flexible, steuerbare Kraftwerke bleiben unverzichtbar, vor allem für Unternehmen, die rund um die Uhr Strom benötigen. Die Bundesnetzagentur warnt: Bis 2035 könnten zusätzliche steuerbare Kapazitäten zwischen 22 und 36 Gigawatt nötig sein, wenn der Ausbau von Erneuerbaren, Netzen, Speichern und Flexibilitätsmaßnahmen verzögert wird. Dann drohen Engpässe, Preisspitzen sowie Risiken für Produktion und Lieferketten.

Blackout: realistisch, aber begrenzt wahrscheinlich

Ein großflächiger, langanhaltender Blackout gilt laut DIW Berlin als sehr unwahrscheinlich. Das Stromnetz ist redundant und europaweit vernetzt; bei Leitungs- oder Kraftwerksausfällen übernehmen andere Verbindungen. Trotzdem können auch temporäre regionale Ausfälle Produktion, Lieferketten und Kosten direkt treffen.

Das E-Auto als Wundermittel, das alle Probleme löst und keine verursacht

Fetischismus ist ein Merkmal der Klimapolitik von Rot/Grün. Wie man CO2 zum allein bestimmenden Faktor, hochstilisiert hat, so wurde auch das Elektro-Auto zum Wundermittel erklärt und in wenigen Jahren darf die Industrie gar keine anderen Fahrzeuge mehr auf den Markt bringen. Dass ein Elektro-Auto eine enorm teure Batterie braucht, von der man in allen Fahrsituationen voll abhängt, beunruhigt offenbar niemanden mehr. Verteufelt wird von den Klima-Fetischisten auch die Übergangstechnologie der Hybrid-Antriebe, die nach Möglichkeit mit Strom fahren, aber bei Bedarf auch mit Benzin. Da gilt die Parole, diese Autos verhindern den totalen Ausstieg aus fossilen Treibstoffen und angestrebt wird doch eine radikale Wende. Dass für die Betankung der Hybrid-Autos weniger E-Tankstellen erforderlich und auch die Batterien billiger sind, wird ignoriert. Der Umstand, dass man zwar wenig, aber doch Benzin tanken muss, wird als unerträglicher Makel gesehen.
 
Interessant ist, dass die Klima-Fetischisten einfach akzeptieren, dass eine totale Umstellung auf E-Autos den Strombedarf und die Preise in die Höhe schnellen lässt und die Errichtung sowie Erhaltung zahlloser E-Tankstellen in den Städten und entlang der Autostraßen erfordert. Jene Grüne, die in den achtziger Jahren angetreten sind, um die Überwucherung der Natur und der urbanen Zone durch Industrieprodukte zu bekämpfen, haben heute kein Problem mit einer Flut von Stromzapfsäulen.

Zur Stilisierung des E-Autos als Wundermittel passt auch ein anderer Fetischismus von Rot/Grün: Sie finden offenbar die Verspargelung ganzer Landstriche und der Nord- und Ostsee durch zahllose, übergroße Stangen mit meist extrem lauten Windrädern offenbar schön. Es stört sie nicht, dass für den Abtransport des unregelmäßig anfallenden Stroms mehr Überlandleitungen erforderlich sind als früher. Früher, da demonstrierten die Klima-Fetischisten noch gegen Leitungen und Masten, heute sind es „ihre" Leitungen und „ihre" Wind-Räder.

Was machen die Klima-Fetischisten, wenn ein Blackout 1 Woche oder länger dauert? Es wird spannend, wie die grün bewegten reagieren werden, wenn sie die Realität ereilt. Wenn alle E-Autos fahren, alle ihre digitalen Prozesse über Strom fressende Cloud-Fabriken abwickeln, wenn weiterhin Bitcoin und andere wertlose Phantome in ebenfalls Strom fressenden Computer-Zentralen „geschürft" werden, wenn Millionen Klima-Anlagen laufen, wenn also die Stromversorgung zusammenbricht, was werden dann die Klima-Fetischisten machen? Den Strom rationieren, den Haushalten das Licht abdrehen oder die Clouds lahmlegen? Oder nach dem Bau von Atomkraftwerken rufen? Was nützt denn noch der Digitale Euro, wo doch jeder weis, dass bei einem Blackout nur Bares zählt? Und wo werden dann die E-Autos wieder aufgeladen?

Fazit: Energie ist strategisch

Der Umbau des Energiesystems – mehr Erneuerbare, weniger fossile Brennstoffe, flexiblere Netze – bedeutet für Alle: Wer Energie als zentrale Ressource begreift, gewinnt Planungssicherheit, Kostenkontrolle und Wettbewerbsfähigkeit. Wer das Problem ignoriert, riskiert Produktionsstopps, Lieferengpässe und Standortnachteile. Resilienz durch Diversifikation, hybride Backup-Lösungen, intelligente Eigenversorgung und klare Szenarien Planung sind schon längst kein entscheidender Wettbewerbsvorteil mehr, sondern ökonomische Notwendigkeit.

Fakt ist: Weltweit entstehen immer mehr neue Rechenzentren mit sogenannten Supercomputern. Die Internationale Energieagentur IEA geht davon aus, dass sich der Strombedarf der Rechenzentren bis 2030 weltweit mehr als verdoppeln wird: auf rund 945 Terawattstunden. In Europa könnte er sich sogar fast verdreifachen – so eine Studie von McKinsey. Deshalb seien massive Investitionen in die erneuerbaren Energien notwendig.

Amerikanische Tech-Giganten denken jedoch darüber nach, eigene Atomkraftwerke zu bauen, um den Energiebedarf zu decken. Google hat bereits mit einem amerikanischen Start-up den Kauf von kleinen modularen Atom-Reaktoren unterzeichnet. Diese technisch fortgeschrittenen modularen Atom-Reaktoren wurden schon vor Jahren von der AfD öffentlich diskutiert. Aber in Deutschland wird diese Technologie, Dank Schwarz/Rot/Grün, wohl nie Realität.

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