Die Anschläge des 11. Sept. 2001 waren ein Weckruf - 15. Sept. 2026

Die Anschläge des 11.Sept. 2001 waren ein Weckruf -
Der Machtanspruch des militanten Islam wird immer sichtbarer


Der Angriff der Jihadisten auf die Zwillingstürme in New York und das Pentagon vor einem Vierteljahrhundert ist noch immer so nah und zugleich unendlich weit entfernt. Der Westen verdrängt die Geschehnisse, weil seine militärische Gegenwehr ein Fehlschlag war. Der Irakkrieg mündete in ein Debakel – das zweite große amerikanische Trauma nach Vietnam. Auch in Afghanistan sind die Nato-Soldaten umsonst gefallen. Die materiellen Opfer und der ehrliche Enthusiasmus unzähliger ziviler Helfer bewirkten ebenfalls nichts.

Afghanistan ist heute kein besseres Land. Die Taliban regieren es wieder mit harter Faust, als hätten die amerikanische Invasion und zwei Jahrzehnte westlicher Herrschaft nie stattgefunden. Am Hindukusch gilt ein eisernes Gesetz. Die fremden Eroberer kommen und gehen, als Besiegte oder wie beim letzten Rückzug im Jahr 2021 als Desillusionierte. Die Berge und das Paschtunwali, der uralte Ehrenkodex der Paschtunen, sind stärker.

Armeen besiegen keine Ideologien

Das Ereignis mit den sinnbildlichen Ziffern 9/11 wirkt auch deshalb so weit entfernt, weil sich die geopolitische Lage fundamental geändert hat.

Nicht mehr ein terroristischer Mastermind wie Usama bin Ladin bedroht den Weltfrieden, sondern die traditionelle Konkurrenz der Großmächte. Die Kaida erlangte ihre Bedeutung nur dank einer Anomalie: der welthistorischen Flaute nach dem Fall der Berliner Mauer und dem Kollaps der Sowjetunion, als die USA für kurze Zeit zum globalen Hegemonen aufstiegen. China und Russland machten dem ein Ende.

Und dennoch ist der 11.September auf beinahe unheimliche Art immer noch präsent.

Der mörderische Islamismus, der schon seit der schiitischen Revolution in Iran 1979 und der Ermordung des ägyptischen Präsidenten Anwar al-Sadat 1981 den Nahen Osten umpflügte, brach an diesem Septembertag mit aller Wucht ins westliche Bewusstsein ein. Er ist seitdem nie mehr daraus verschwunden.

Das blutrünstige Kalifat des Islamischen Staates und die Kaida wurden zwar besiegt. Amerikanische, britische und französische Nachrichtendienste verhindern zudem weiterhin Anschläge. Sie werfen ihren kastrierten deutschen Vettern auch manche Brotkrumen an Informationen zu, die diese mangels eigener Erkenntnisse dankbar verschlingen.

Aber beim Islamismus bestätigte sich eine Binsenweisheit. Weltanschauungen lassen sich nicht mit militärischen oder polizeilichen Mitteln vernichten.

Der Islamismus ist die gefährlichste Ideologie weltweit – im Nahen Osten, in Afrika und Südasien. In Europa wird sie von Tag zu Tag immer sichtbarer. Damit ist primär nicht einmal der islamistische Terrorismus angesprochen, sondern eine schleichende Unterwanderung des Staates durch religiöse Fanatiker und Fundamentalisten. Frankreich, Großbritannien und Deutschland sind Beispiele dafür.

Phänomene einer Kapitulation

Wie Politiker und ein großer Teil der Gesellschaft mit dem Phänomen Islamismus umgehen, grenzt an kollektive Verrücktheit. In Deutschland etwa ist immer wieder ein bizarrer Reflex zu beobachten: Kommt es zu islamistischen Anschlägen, finden Demonstrationen gegen rechts statt. Die primäre Empörung richtet sich nicht gegen den tödlichen Terrorismus, sondern gegen eine mögliche Instrumentalisierung der Tat durch Rechtsextremisten.

Damit verbunden ist oft auch ein politisches Argumentationsmuster, das viele Leute zu Recht kaum mehr ertragen können: Vornehmlich linke Politiker und viele Muslime erklären, der Terror habe nichts mit dem Islam zu tun. Als seien die Täter nicht explizit religiös inspiriert und von einer fundamentalistischen Interpretation des Korans angetrieben.

Es kamen und kommen immer mehr Muslime nach Deutschland, die ihren Taliban-Mindset bewahren wollen und nicht daran denken, sich zu integrieren. Sie treffen auf eine Gesellschaft, in der viele glauben, dass die muslimischen Parallelgesellschaften das Resultat von Diskriminierung und Rassismus sind. Dieser Teil der Gesellschaft will aus ideologischen Gründen nicht sehen, dass die Segregation gewollt ist und von ausländischen Regierungen gefördert wird.

Muslime als vermeintlich wahre Opfer des Terroranschlags

Geht es jedoch nach der Lesart von „unsere Demokratie“ ist die Gefahr von rechts die größte der Welt. Während die Menschen in den USA aktuell wieder der Opfer des Terroranschlags gedenken, haben die durch Zwangsgebühren finanzierten Sender NDR und SWR ein neues Narrativ gesponnen: Für sie stehen nicht die durch den Terroranschlag getöteten Menschen als Opfer des 11. September im Mittelpunkt, sondern Muslime.

Am Dienstag, 8.9.2026, veröffentlichte der durch Zwangsgebühren finanzierte SWR einen Beitrag von Anna-Carina Blessmann mit dem Titel „Wie der Anschlag von 9/11 alte Feindbilder gegen Muslime befeuert hat“. Interviewt wird darin Christin Hansen, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Neueste Geschichte der Universität Trier, die unter anderem zu „historischen Stereotypen“ forscht. Die zentrale These der Wissenschaftlerin: Die Anschläge hätten dazu geführt, dass „muslimisch gelesene Menschen pauschal angefeindet wurden“. Hansen spricht außerdem von vermeintlichen „Schreckensszenarien“, die durch 9/11 bestätigt worden seien. Zudem sei der Islam bereits im 18. und 19. Jahrhundert „als nicht zivilisationsfähige Religion stigmatisiert“ worden – angeblich, um „die Kolonisation zu rechtfertigen“.

Da muss man sich doch fragen, welche Pillen haben die sich eingeworfen um die Täter als Opfer darzustellen? Kein Wunder, dass die AfD die Rundfunkstaatsverträge kündigen will. Große Teile von Politik, Presse und Medien sind ideologisch so verbiestert, dass ihnen die Opfer des islamistischen Terrorismus völlig egal sind.

Nicht zu vergessen die Opfer alltäglicher Gewalt überall in Deutschland. Mittlerweile gibt es tausende Eltern die um ihre Kinder trauern, Angehörige und überlebende Opfer die Tag für Tag leiden. Das Leben danach ist nicht mehr wie das Leben davor.

Schockiert und angewidert verfolgten die Menschen am 11.Sept. 2001 live am Fernseher die Ermordung von über 3.000 Unschuldigen in den USA.

Auch die Gräuel der Hamas am 7.Oktober 2023 lösten eine Welle der Sympathie aus: mit den palästinensischen Tätern, nicht mit den 1.200 israelischen Opfern. Rechnet man ihre Zahl auf die amerikanische Bevölkerung um, entspricht das über 40.000 Getöteten – knapp vier Fünftel der in Vietnam Gefallenen.

Wie hätte wohl Amerika reagiert, wenn es von einer Attacke dieser Dimension getroffen worden wäre?

In New York kapern Antisemiten die Demokratische Partei. In Berlin tanzen die Anhänger der in Teilen gesichert antisemitischen Linkspartei ausgelassen zu einem Rap-Song, der zur Tötung israelischer Soldaten aufruft.

Die westlichen Sympathisanten versteigen sich zu kruden „antikolonialen“ und „antirassistischen“ Theorien, machen sich damit aber willentlich oder nicht zu nützlichen Idioten des Islamismus.

Die Invasion der Hamas und der Hisbollah, der erbarmungslose Gegenschlag der Israeli im Gazastreifen, die Kriege in Libanon und Iran wirken wie Brandbeschleuniger für eine menschenverachtende Ideologie.

Das ist ein Grund für die Dominanz des Islamismus in Europa. Der andere ist die unbegrenzte Massenzuwanderung. Seit 2015 ergießt sich über Europa ein Massenzustrom von Zuwanderern. Viele von ihnen sind Muslime, und nicht wenige sind Islamisten.

In französischen, deutschen oder schwedischen Städten haben sich Parallelwelten ausgebildet, in denen die Gesetze, Normen und Institutionen der Mehrheitsgesellschaft nur noch nominell gelten.

Islamische Friedensrichter und der lange Arm arabischer Clans ersetzen in der Pariser Banlieue, in Berlin-Neukölln oder Teilen Malmös die reguläre Justiz und Polizei.

Schwarz-Rot-Grün macht sich überdies in falsch verstandenem (ideologisch geprägten) Liberalismus oft selbst lächerlich – wenn ein Berliner Jugendgericht beispielsweise den Tiergarten-Terroristen Abdul Ballout zwar wegen eines anderen jihadistischen Delikts verurteilt, ihn aber trotz der erkannten Gefährlichkeit auf freien Fuß setzt.

Die Vereine des militanten Islam finden staatliche Anerkennung, indem sie Fördermittel erhalten oder ihre Vertreter in offizielle Gremien berufen werden.

Die Unfähigkeit oder der politische Unwille der Mehrheitsgesellschaft, ihre Lebensweise zu verteidigen, führt zu einer schleichenden Islamisierung.

In Frankreich, wo der Prozess am weitesten fortgeschritten ist, ist daraus ein eigenes politisches Genre entstanden. Es beschwört den abendländischen Untergang herauf; meist endet die Erzählung mit der Machtübernahme eines islamistischen Präsidenten.

Wie absurd das klingt, hängt davon ab, in welchem Viertel von Paris oder Marseille man sich bewegt.

Die Indoktrination an den Schulen

Bis heute unterscheiden alle, die für ein friedliches Zusammenleben mit Muslimen eintreten, peinlich genau zwischen Islam und Islamismus.

Schließlich finden sich in den Schriften aller drei Offenbarungsreligionen Sätze, die gegenüber Andersgläubigen zur Ausgrenzung und zu Schlimmerem aufrufen.

Das Christentum stand dem Islam in nichts nach, wenn es darum ging, mit Feuer, Schwert und Heiliger Schrift irdische Reiche zu errichten.

Während in Europa allerdings das von Schuldkomplexen geplagte Christentum allmählich in eine vielleicht finale Schwundform übergeht, wird der politische Islam für die säkularen Gastländer immer gefährlicher.

So steht die Frage im Raum, ob der Islamismus nicht längst definiert, was den Islam heute ausmacht. Die Mehrheit der Muslime geht zwar ihrem alltäglichen Leben nach und will nicht in den Mahlstrom einer Ideologie gezogen werden. Es gibt also einen ganz anderen Islam (und die gänzliche Abkehr von der Religion wie unter Christen).

Wenn es um die Ausbreitung einer Weltanschauung geht, trägt allerdings nicht die Friedfertigkeit der vielen, sondern der Fanatismus der wenigen den Sieg davon.

Vor einem halben Jahrhundert war der Schleier im Orient das Stigma der Armen und Ungebildeten, bis die sunnitischen Muslimbrüder und die schiitischen Mullahs dagegen zu agitieren begannen. Heute bestimmen die Islamisten das gesellschaftliche Leben. In Iran putschten sie sich sogar an die Macht.

Auch in Europa breitet sich die fundamentalistische Observanz des Islam aus. Welche Rolle spielt der moderate Islam überhaupt noch? Von einem „Euroislam“ – gemäßigt und mit speziell europäischer Identität – ist jedenfalls kaum mehr die Rede.

Ein Kampffeld sind Pausenplätze und Klassenzimmer, weil es hier keine Parallelwelt gibt, sondern nur das unfreiwillige Miteinander.

Wenn über Mohammed anders gesprochen wird als über Christus, wenn Mädchen beim Sportunterricht oder bei Schulreisen fehlen, wenn die Zusammenstellung der Speisekarte in der Schulküche zum diplomatischen Hochseilakt gerät, dann kapituliert die säkulare Gesellschaft zentimeterweise.

Überall sonst kann man sich aus dem Weg gehen, in der Schule nicht. Das ist vom hehren Multikulti-Ideal geblieben: die stillschweigende Segregation.

Diese Trennung nützt den Fundamentalisten, denn sie haben ein festes Ziel und die nötige Geduld. Sie wollen die Kontrolle über die Muslime, und dazu drängen sie die Mehrheitsgesellschaft und ihren Wertekanon zurück.

Die Enklaven, in denen der Islamismus längst der Islam ist, werden so immer grösser.

Gar so weit von der französischen Endzeitstimmung ist das nicht mehr entfernt. Auch deshalb ist 9/11 so nah. Der Jahrestag erinnert daran, wie militante Ideologien nach Macht streben: mit offener Gewalt, mit Subversion, vor allem aber mit strategischer Beharrlichkeit.

Fazit: Der Staatsfeind Nummer eins ist der Islamismus. Warum wird der Islamismus als Staatsfeind Nummer eins bezeichnet? Das hat nicht nur mit den Islamisten zu tun, sondern auch mit dem Westen selbst. Während etwa Rechtsextreme eine anerkannte Gefahr sind, wird der Islamismus im Zeichen der Multikulturalität toleriert. Das macht ihn umso gefährlicher.

Die Herausforderung, die auf Europa zukommt, lässt sich in zahlreichen Umfragen und Statistiken einfangen. Die muslimische Bevölkerung wächst und tut sich mit der Integration schwer. In einer französischen Umfrage von 2020 gaben 57% der befragten jungen Muslime an, die Scharia sei wichtiger als die Gesetze der Republik.

In Großbritannien meinten 39% der befragten Muslime, die Ehefrau habe dem Mann immer zu gehorchen. In einer Studie der Uni Münster unter Studenten der islamischen Theologie gaben 2025 mehr als die Hälfte der Befragten an, dass sie das Händeschütteln zwischen Männern und Frauen ablehnten.

Müssen sich ja nicht alle die Hände geben, könnte man einwenden. Und ist es schlimm, wenn die Schulmensa aus Rücksicht auf Muslime kein Schweinefleisch mehr auftischt und der Weihnachtsmarkt unter dem Label „Wintermarkt“ läuft, um Muslime nicht zu provozieren?

Es mögen banale Beispiele sein, sie weisen aber auf ein größeres Problem hin. Die Idee, dass das verständnisvolle Entgegenkommen mit Integration belohnt wird, ist ein Fehlschluss. Die Verdrängungsenergie der Islamisten wird systematisch unterschätzt.

Wie fehlgeleitet die bisherige Politik war und ist, lässt sich auch im Koalitionsvertrag der jetzigen deutschen Regierung nachlesen. Da wird festgehalten, dass Projekte, die Antisemitismus verbreiten oder das Existenzrecht Israels infrage stellen, nicht gefördert werden sollen. Dass diese Bemerkung in einem Land, das den Völkermord an 6 Mio. Juden zu verantworten hat, überhaupt notwendig erscheint, lässt tief blicken.

Die extremen Auswüchse des Islam müssen in Europa erst einmal benannt werden. Dann muss die Förderung aufhören, seine Netzwerke müssen untersucht und bekämpft werden. Geschieht dies nicht, wird sich in Europa eine Gesellschaft weiter etablieren, für die die Freiheit nur ein Vehikel ist, um Menschen einzusperren. Viele liberale Muslime sind nach Europa gekommen, um diese Welt hinter sich zu lassen. Nun entsteht sie hier von neuem.

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