Sterbehilfe nach Gruppenvergewaltigung - 29. März 2026
Sterbehilfe nach Gruppenvergewaltigung -
Für Noelia gab es keine Demonstration und keine Medienkampagne
Nach einer Gruppenvergewaltigung bekommt die völlig zerbrochene Noelia Castillo Ramos Sterbehilfe. Ganz real und ganz alleine. Gleichzeitig demonstrieren in Deutschland Tausende gegen „virtuelle" Gewalt an Frauen.
Es war eine ganz reale Tat. Kein Deepfake. Keine Phantasie. Im Jahr 2022 wurde Noelia Castillo Ramos während eines Aufenthalts in einer Betreuungseinrichtung von mehreren, teils minderjährigen Tätern sexuell missbraucht. Für die junge Frau, die aus schwierigen familiären Verhältnissen stammte, der Anfang vom Ende.
Über die Täter ist nicht viel bekannt. Die Nationalität der Vergewaltiger bleibt ein offizielles Geheimnis. Der Opferschutz ist in Spanien recht streng. Schutz? Niemand machte eine Demo für Noelia. Es gab keine Medienkampagne. Es gab nur die Tat, mit der die junge Frau alleine klarkommen musste. Sie schaffte es nicht. Am 4. Oktober 2022 sprang sie aus dem fünften Stock eines Gebäudes. Zuvor soll sie Drogen konsumiert haben. Um nichts zu spüren. Um sich nicht zu erinnern. Opferschutz.
Doch die junge Frau überlebte. Sie blieb paraplegisch, war von der Hüfte abwärts gelähmt, litt unter schweren Schmerzen und war auf einen Rollstuhl angewiesen. Wieder keine Demos. Nicht einmal Claudia Roth hat geweint. Obwohl da so viel Schmerz war. Fast zwei weitere Jahre wurde Noelia allein gelassen. Geschändet, traumatisiert, zerstört. Ihr sehnlichster Wunsch wurde immer größer: Sie wollte dieses Leben beenden.
Noelia beschloss zu sterben
Am 10. April 2024 beantragte sie bei der katalanischen Behörde Hilfe zum Sterben. Wenig später, am 18. Juli 2024, wurde ihr Ansinnen einstimmig bewilligt. Da hat ein Staat einmal funktioniert. Schnell und unbürokratisch. Opferschutz.
Am 26. März 2026 gingen in Hamburg 22.000 Menschen auf die Straße. Die Empörungsmaschine lief an. Endlich eine Demo. Alle waren gekommen. Sogar Klima-Retterin Luisa Neubauer. Um ein Zeichen zu setzen. Und um mehr Schutz für Frauen zu fordern. Zeitgleich wurden 1.800 Kilometer entfernt, in der sozialmedizinischen Einrichtung in Sant Pere de Ribes Medikamente in die Vene von Noelia Castillo Ramos gespritzt. Um sie zu töten, um sie endlich gehen zu lassen, wie sie es formulierte.
Die feministische Linke mobilisiert gegen „digitale Gewalt", während sie die Vertuschung einer Vergewaltigung in einem Neuköllner Jugendzentrum ignoriert. Sobald die Täter „marginalisiert" sind, rutschen Frauen in der Opferhierarchie nach unten. Doch in Hamburg ging es wieder nicht um das depressive Opfer einer Gruppenvergewaltigung, sondern um eine immer dünner werdende Geschichte über „virtuellen" Missbrauch eines TV-Sternchen durch ihren Ex-Ehemann. So dünn, dass sie mittlerweile an dem Punkt ist, an dem so viele solcher Geschichten enden: „Morddrohungen".
Bisher wussten wir, dass Schuld oder Unschuld erst vor Gericht bewiesen wird. Unschuldsvermutung? War gestern. Die gesellschaftliche und berufliche Existenz des Verdächtigen ist für immer ruiniert.
Während ein deutsches B-Sternchen mit schusssicherer Weste in Hamburg in ein Mikrofon hauchte: „Da muss man sich nicht mehr wundern, dass so viele Frauen einfach auch den Mut nicht haben, rauszugehen und zu sagen, dieses und jenes wurde mir angetan", hörte das Herz der jungen Spanierin für immer auf zu schlagen. Der endgültige Opferschutz.
Den Mut, rauszugehen, hat Noelia tatsächlich niemand gegeben. Wie so vielen Opfern vor ihr. Und sicherlich so vielen Opfern nach ihr auch nicht.
Die „feministische Linke" konnte sie nicht vor einer Gruppenvergewaltigung beschützen. Die „feministische Linke" hat ihr keine Hilfe angeboten. Die „feministische Linke" hat nicht einmal die Täter klar benannt und damit wenigstens eine Debatte über Ursachen führen können. Aber die „feministische Linke" konnte sie töten, als Noelia das alles zu viel wurde.
Wieviel ideologischer und heuchlerische Wahnsinn muss es noch sein, damit der NORMALO die Realität erkennt und danach handelt?
Kommentare
Kommentar veröffentlichen
Hier können Sie ihre Meinung zum Beitrag schreiben.